Jahreskonzerte MG Konkordia Widnau unter dem Motto Tanzt!

Die Gewinnerin heisst . . . Konkordia

Zwar erfährt man erst in einem Jahr, wer das «Tanzt!»-Casting gewonnen hat. Sicher ist aber: Als Begleitband hätte sich die Musikgesellschaft Konkordia bereits am Wochenende eine Goldmedaille verdient.

Die MG Konkordia Widnau spielt in der ersten Stärkeklasse und verfügt über zwei Klangzauberer, die sich harmonisch in die Hände arbeiten: Jugendmusikdirigent Raphael Rebholz und Dirigent Thomas Wieser. Dass die Widnauer an den diesjährigen Kreismusiktagen in Montlingen im Parademusikwettbewerb den ersten Rang holten, lässt zusätzlich auf überdurchschnittliches Showtalent schliessen.

Das kam auch am Samstagabend und Sonntagnachmittag zur Geltung: Mit einem witzigen Tanzcasting – ausgedacht und moderiert von Flavia Jost, Janick Durot und Stefan Frei – umrahmte die Musikgesellschaft ihre Jahreskonzerte unterhaltsam.

Präziser Rhythmus, satter Klang

Dass bereits der Nachwuchs Moderatorentalente hat, bewiesen Céline Spirig, Shaine Eichmann, Benedikt Carnier und Janis Wiederkehr. Locker und selbstbewusst führten sie durchs Programm der Jungmusik.

Der Opener «There’s No Business Like Show Business» markierte den roten Faden, der im lakonischen Programmtitel «Tanzt!» zum Ausdruck kam. Zum groovigen «Feel It Still» zeigten fünf Mädchen mit ihrer Gruppe Dyna-mix ihre flott synchronisierte Tanzkunst. Als Kontrast glänzten die «Coldplay Classics» mit sattem Wohlklang, gefolgt von einem lustvoll into­- nierten Paso doble und einem beschwingten Walzer mit dem doppeldeutigen Titel «Ein Strauss für dich». Ein guter Start ins «Tanzt!»-Programm, bei dem das Publikum gleich zwei Zugaben herausklatschte.

Tanzcasting als Programmrahmen

Die «Kandidaten» des Tanzcastings, nur über Lautsprecher hörbar und publizitätshungrig wie ihre Vorbilder, lieferten jeweils einen humorvollen Auftakt zu den brillant vorgetragenen Stücken. Von ihrem Talent erfuhr man ausschliesslich über die wohlwollend-fiesen Kommentare der «Jury», die die Selbst­verliebtheit der real existierenden Cervelat-Prominenz gekonnt aufs Korn nahm. Das verursachte immer wieder viele Lacher und machte auf das folgende Stück neugierig.

So kam das Publikum vom funkigen «Latin Pop Special» bis zum grandiosen «Lord Of The Dance» in den Genuss von acht rhythmisch mitreissenden und klanglich nuancenreichen Vorträgen. In der ersten Zugabe überraschte Joel Pareth mit virtuos-rauem Saxofonspiel, das er gleich zweimal zum Besten gab. Mit der Ballade «Sounds Of Silence» setzten Thomas Wieser und seine Konkordia-Musikanten einen eindrücklichen Kontrapunkt zu den vorangegangenen tänzerischen Feuerwerken.

Kein Wunder, rücken die Jungen nach: Neu verstärken Samir Khalil die Rhythmussektion und Adrian Wessner an der Trompete die Bläser.

Text: T.W